Das ist doch die Höhe!

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Die besten Aufsteiger der Saison

Tokio, New York, Mexiko City, aber auch Berlin, München, Hamburg, Köln ... Millionen Menschen leben und arbeiten in den Ballungsgebieten, in denen Baugrund mittlerweile rar und teuer ist. Kein Wunder, dass die Architekten immer mehr die dritte Dimension entdecken und Gebäude buchstäblich in den Himmel wachsen lassen. Jede noch so kleine Fläche will optimal genutzt werden. Diesen Wunsch haben auch viele Gartenbesitzer und Nachbarn: Die Durchschnittsgröße der 17 Millionen Gärten in Deutschland beträgt laut einer Untersuchung des NABU Hamburg 400 Quadratmeter – aber für manche Gartenbesitzer muss weniger mehr sein. Auch wenige Quadratmeter können mit geschickter Gestaltung wunderschöne grüne Oasen der Ruhe, der Freude und der Geselligkeit werden. Vor allem Kletterpflanzen sind als wahre Himmelsstürmer besonders gut für kleine Flächen geeignet, da sie den Garten in die Senkrechte wachsen lassen.

Halt mich fest!?

Unter den Kletterpflanzen gibt es verschiedene Streber-Typen, die unterschiedlichen Halt benötigen: Schling- oder Rankpflanzen wie Geißblatt (Lonicera), Hopfen (Humulus), Schling-Knöterich (Fallopia baldschuanica), Pfeifenwinde (Aristolochia), Blauregen (Wisteria sinensis) und Baumwürger (Celastrus) sind ohne Hilfe orientierungslos, denn sie bilden keine speziellen Halteorgane aus, sondern winden sich spiralförmig um eine Kletterhilfe. Für sie sind gespannte Drahtseile, Stäbe und Pfosten – zum Beispiel von Pergolen – oder weitmaschige Gitter im Garten geeignet. So genannte Spreizklimmer wie beispielsweise die Kletterrose und der Winter- Jasmin (Jasminum nudiflorum) verflechten ihre langen Triebe ineinander, in andere Pflanzen und in die Kletterhilfe. Waagerecht ausgerichtete Lattengestelle oder Spanndrähte sind für diese Pflanzen bestens geeignet. Die Gruppe der Selbstklimmer kommt ohne Kletterhilfe aus, da sie sich entweder mit Haftwurzeln oder klebrigen Haftscheiben an der Unterlage festhalten. Dazu gehören Efeu (Hedera helix), Wilder Wein (Parthenocissus), Kletterhortensie (Hydrangea anomala) und die Jungfernrebe (Parthenocissus). Pflanzen dieser Gattungen müssen nur anfangs an die Hand genommen werden, indem man sie in die gewünschte Richtung leitet. Einmal auf den Weg gebracht, wachsen sie ganz von alleine weiter und bilden im Laufe der Jahre dichte Vorhänge.

Dekorative Grenzen setzen

Die Vielfalt und die Einsatzmöglichkeiten von Kletterpflanzen sind nahezu unbeschränkt. Wer fachkundige Hilfe bei der Gestaltung des eigenen Gartenreiches sucht, findet gemeinsam mit dem Landschaftsgärtner, der die Bedingungen vor Ort beurteilt, die optimale Lösung. Viele Kletterer bieten noch etwas ganz Besonderes wie Blütenpracht, auffallende Blätter, zarten Duft oder essbare Früchte. Sie erfüllen im Garten viele Funktionen: Sie verbinden Haus und Grünfläche auf harmonische und dekorative Weise und lassen eintönige Fassaden oder Carports unter Laubwänden und Blütenkaskaden verschwinden. Sie verwandeln Pergolen oder Rankgitter in lauschige Ecken oder gliedern den Garten in verschiedene Räume und schaffen natürlichen Sichtschutz zum Nachbarn. Manchmal ist auch ein Tunnelblick erwünscht: Ein mit Kletterpflanzen umrankter Laubengang leitet den Blick im Garten und ist im Hochsommer ein schattiger, kühler Tunnel. Ein bewachsener Torbogen eröffnet Perspektiven und lässt dadurch einen kleinen Garten größer erscheinen. Auch in der Rabatte, zum Beispiel in einem Staudenbeet, machen Kletterpflanzen eine gute Figur, denn sie brauchen wenig Platz und erweitern das Beet um die vertikale Achse. Vor allem Kletterrosen, Staudenwicke (Lathyrus latifolius), Hopfen oder auch die Stauden-Clematis (Clematis x jouiniana) wachsen vielen Begleitern im Beet mit ihrer Fülle buchstäblich über den Kopf und bilden einen optischen Höhepunkt über dem Blütenmeer. Bepflanzung für Jung und Alt ebenso lehrreich wie anregend.

Farbenfroh im Gartenjahr

Mit geschickter Planung können Kletterpflanzen so in den Garten integriert werden, dass sie rund ums Jahr für Farbe sorgen. Der Winterjasmin zum Beispiel zeigt sich als erster in leuchtend gelben Blüten, im Mai hängt der Blauregen voller langer Trauben, gefolgt von den ersten Clematis- und Geißblattarten. Im Sommer warten dann Rosen, Trompetenblume (Campsis), Clematis, Kletterhortensie und Schlingknöterich mit vielen Blüten auf. Wunderschön ist im Herbst auch die Rotfärbung des Laubes vom Wilden Wein, der selbst schattige Nordseiten von Häusern mit einem dichten Kleid überzieht.

Tipps:

  • Kletterpflanzen gedeihen besonders gut und machen über Jahre hinweg Freude, wenn die Standortbedingungen stimmen: Die meisten Kletterer lieben humose, nährstoffreiche und frische Böden ohne Staunässe. Bei schweren Böden etwas Sand, bei eher leichten Böden etwas Lehm untermischen.
  • Die meisten Kletterpflanzen werden im Container zum Verkauf angeboten. Überprüfen Sie beim Kauf den Ballen: Er sollte gut durchwurzelt sein und ausreichend feucht sein.
  • Die beste Pflanzzeit für Kletterpflanzen sind das Frühjahr und der Herbst. Containerware kann jedoch auch im Sommer gepflanzt werden, wenn gut gegossen wird.
  • Werden Kletterer nahe einer Hauswand gepflanzt, sollte ein ausreichender Abstand zur Wand eingehalten werden. Die Wurzeln müssen sich in alle Richtungen ausbreiten können. Bitte auch darauf achten, dass der Wurzelbereich nicht im Regenschatten des Gebäudes liegt und dadurch austrocknet.
  • Fragen Sie Ihren Landschaftsgärtner, welche Kletterpflanze für Ihre Hauswand geeignet ist.

Quelle: BGL/PdM

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